Zertifikatehandel: Ruhiger August

Das Handelsvolumen mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten an der europäischen Zertifikate-Börse Scoach in Frankfurt und an der Börse Stuttgart erhöhte sich im August trotz Urlaubszeit leicht um 1,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Die Börsen wickelten im Berichtsmonat insgesamt 367.537 Kundenaufträge ab. Die Orderzahl nahm gegenüber Juli um 1,7 Prozent ab. Das durchschnittliche Ordervolumen betrug 10.203 Euro. Im Juli belief sich die durchschnittliche Ordergröße auf 9859 Euro.

Discounter gefragt

Das Handelsvolumen der Anlageprodukte nahm um 6,6 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. Das durchschnittliche Ordervolumen war mit einem Plus von 0,3 Prozent mit 25.508 Euro gegenüber dem Vormonat stabil. Die Zahl ausgeführter Kundenorders stieg gegenüber dem Vormonat um 6,3 Prozent auf 94.109. Der Anteil der Anlageprodukte am Gesamtvolumen erhöhte sich von 61,1 auf 64,0 Prozent.

Das Handelsvolumen bei den Hebelprodukten wie Optionsscheinen und Knock-out-Produkten verringerte sich dagegen um 5,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Die Zahl der ausgeführten Kundenorders ging um 4,2 Prozent auf 273.428 zurück. Der Anteil der Hebelprodukte am Gesamtvolumen nahm um 2,9 Prozent auf 36,0 Prozent ab.

Im August emittierten Banken 168.023 strukturierte Wertpapiere.

Rege gehandelt wurden Discount-Zertifikate. Der Umsatz legte um 6,2 Prozent auf 772,9 Millionen Euro zu. Dadurch stieg der Marktanteil von 19,8 Prozent auf 20,6 Prozent (nur Knock-out-Produkte haben mit 23,2 Prozent einen noch höheren Marktanteil). Die durchschnittliche Ordergröße sank um 3,8 Prozent auf 38.655 Euro. Die Zahl der ausgeführten Kundenorders lag bei 19.994 und damit um 10,4 Prozent höher als im Vormonat.

[Quelle: Deutscher Derivate Verband]

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