Anlageprodukte legen zu

Der Handel mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart war im Juni alles andere als hektisch. Das Umsatzvolumen ging um 3,9 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zurück. Hauptursache für den Umsatzrückgang ist die Verunsicherung und die damit verbundene Zurückhaltung der Anleger aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise. Die Börsen führten 367.877 Kundenorders aus. Die durchschnittliche Ordergröße betrug 10.132 Euro nach 9.614 Euro im Vormonat. „Vielen Privatanlegern fällt es nach wie vor schwer, sich eine klare Marktmeinung zu bilden. Entsprechend ruhig verlief im Juni der Börsenhandel mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten.“, so Hartmut Knüppel, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Derivate Verbands (DDV).

Im Fokus der Anleger standen Anlageprodukte. Das Handelsvolumen steigerte sich gegen den allgemeinen Markttrend um 2,4 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Ordergröße betrug 26.941 Euro und legte damit um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Besonders das Handelsvolumen bei den Kapitalschutz-Zertifikaten wuchs im Juni. Es legte um 10 Prozent auf 123,9 Millionen Euro zu. Die durchschnittliche Order hatte ein Volumen von 17.124 Euro nach 15.794 Euro im Mai.

Die Handelsaktivitäten bei den Hebelprodukten wie Optionsscheinen und Knock-out-Produkten ging im Juni zurück. Das Handelsvolumen sank um 12,1 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Ordergröße betrug 5.197 Euro, was einem Minus von 1,2 Prozent gegenüber Mai entspricht.

[Quelle: DDV]

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